Geschichte von Klatovy

Entstehung der Stadt
Klatovy (Klattau) entstand als Stadt aus gleichnamigem Dorf in 60-er Jahren des 13. Jahrhunderts. Die entwickelte Handwerke, Jahrmärkte, Zollrecht, starke Fortifikationen und andere Elemente brachten Klatovy zum Zentrum der weiten Umgebung hoch. Zu diesem Aufschwung entsprach sowohl der Aufbau, als auch eine wesentliche Zahl von Kirchen, Klostern und anderen kirchlichen Institutionen.
Die revolutionäre Geschichte
Gegen die Kirche sind die Klattauer im Jahre 1419 aufgestanden. Damals wurde das Dominikanenkloster ausgeraubt und Klatovy wurde zur Bastei des Taboriten-Bundes. Später unterstützte Klatovy den König Georg aus Podebrady und half ihm, 1467 bei Nyrsko den bayerischen Einfall in Böhmen abzuwehren. Das Reichtum des Stadt stieg und rief die Rivalität unter den Feudalherren hervor. Die erreichte ihren Höhepunkt im Jahre 1520 durch Belagerung und Eroberung Janovice an Uhlava vom Heer der westböhmischen Städte, unter denen auch Klatovy war. Wegen der Teilnahme an Gegenhabsburgischem Aufstand 1547 wurden der klattauer Besitz beschlagnahmt. Unlängst nach der Auszahlung wurden sie wieder konfisziert, als 1620 die auf der Seite der Stände stehende Stadt dem kaiserlichen Heerführer Marradas unterlag.
Geschichte der Stadt
Im Dreißigjährigen Krieg erlitt Klatovy wesentliche Schaden durch Einfälle des schwedischen Heeres und zahlreiche Brände. 1636 kamen in die Stadt die Jesuiten, die die protestantische Bevölkerung zum katholischen Glauben bekehren wollten. Im jesuitischen Kollegium wirkte auch Bohuslav Balbin (1621 - 1688). Trotz den großen Schäden blieb Klatovy als das wichtigste Zentrum in der Region, deshalb wurde 1751 der Kreisamt errichtet. Im Jahre 1773 wurde das jesuitische Kollegium und 1786 das Dominikanenkloster aufgelöst. Statt deren wurde 1812 das lateinische Gymnasium gegründet, an dem seit 1866 tschechisch unterrichtet wurde. Das Stadtgut nahm vor dem Zweiten Weltkrieg Fläche von 992 ha. Im Krieg war Klatovy der Sitz der nationalsozialistischen Ämter für ganzen Böhmerwald und sein Vorgebirge.
Industrie in der Stadt
Die Stadt wurde schrittweise zum Industriezentrum. Zuerst entwickelte sich die Textilindustrie (Wäscheerzeugung, Leinwandindustrie), später auch Leder- und Maschinenindustrie. In 70-en und 80-en Jahren des 19. Jhs. wurde Klatovy zum Knoten der Eisenbahnlinien (der alte Bahnhof wurde 1945 durch Luftangriff vernichtet und der neue 1959 erbaut), später entstand Gaswerk und Krankenhaus.
Archäologische Funde
In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. wurden in Klatovy sechs Bronzenarmbänder aus der lathenischen Zeit gefunden. Es handelt sich wahrscheinlich um einen kleineren Lager einer Werkstatt, die seit dem 3. Jh. für den keltischen Handel arbeiteten.
Architektur der Stadt
Der inneren Stadt blieb der ursprüngliche, von der Großzügigkeit der Gründung zeugende Grundriß. Ihn bildet der quadratische Platz mit orthogonalem Straßennetz und riesigen Fortifikationen. Die drei Vorstädte (Luby, Prager- und Reichsvorstadt) bestanden schon seit 13. Jh. Das heutige Aussehen wurde seit 16. Jh. gebildet.
Die Stadtmauer
Die Fortifikationen von Klatovy werden seit dem 14. Jh. erwähnt. Ihre Reste blieben vor allem im Norden und Westen erhalten. Das war ein Doppelband vom Mauer mit einem Graben dazwischen und durch ganze Reihe von Zylinder- und Prisma-Basteien verfestigt. Die Basteien bei der Dekanatskirche wurde als Beinhaus benutzt. Es blieben auch zwei Zylinder-Basteien erhalten.
Historische Bauten in der Stadt
Der Schwarze Turm und Rathaus
Der Weiße Turm
Kirche der unbefleckten Empfängnis Jungfrau Mariä und des Heiligen Ignatius
Dekanatskirche Mariä Geburt
Kirche des Hl. Laurentius und Dominikanenkloster
Friedhofskirche des Hl. Michael blieb als die einige von den drei kirchlichen Bauten in der Gemeinde Chuchle nach einer Explosion vom Schießpulver im Jahre 1783. Es blieb das gotische Presbyterium und das 1740
zugebaute Schiff erhalten. Die Grabsteine stammen aus der zweiten Hälfte des 16- Jhs.
Die Kirche des Hl. Martin am Hügel Hurka war die Pfarrkirche des Dorfes Benovy - ursprünglich gotisch, 1735 - 55 im einfachen Barockstil umgebaut. Das Immobiliar ist auch im Barock.
Die Kirche der Hl. Anna war auch gotisch aus 1331. 1725 wurde sie umgebaut und unter Josef II. verlassen. Die Ruine wurde 1900 zum Aussichtsturm umgebaut.
Kapelle der Offenbarung Mariä ist ein barocker Bau aus 1686.
Synagoge aus 19. Jh., der jüdische Friedhof aus 16. Jh.
Barocke Apotheke, am Platz, Haus Nr. 149 mit ursprünglichen Einrichtung aus 17. und 18. Jh., Dank ihrer
Einzigartigkeit wurde sie in die UNESCO-Liste eingetragen.
Die Häuser im Stadtkern haben viele mehrstöckige Keller. Das Aussehen der Häuser wurde nach Bränden oft geändert. Zu den besonders interessanten Häusern gehören: Haus Nr. 66 und 70.
Aus den neueren ist die Gebäude von R Stech: Museum, Vorschußkasse (beide aus 1905) und Sokol-Turnhalle (1906).
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