Umgebung

von Kasperske Hory

Bayerischer Wald


Annin (Annatha): Im 18. Jh. entstand hier eine berühmte Glashütte, heute Bleikristal-Schleiferei.

Antygl (Antiegel): Erholungsort, erste schriftliche Nachrichten um 1500, in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. wurde das Höhlglas hergestellt. Die Glashütte hatte nur einen Tiegel, daher stammt der Ortsname.

Cenkova Pila (Winzensäge): Am Anfang des 19. Jhs. erbaute der Prager Kaufmann Cenek Bubenicek am Zusammenfluß von Vydra und Kremelna eine Säge, die vor allem das Holz aus den Waldkalamitäten verarbeitete. Im Sommer 1867 besuchte der tschechische Komponist B. Smetana mit Dirigenten M. Anger und mit Bubeniceks Kinderbetreuerin diesen Ort. Alle pflanzten hier eine Fichte, also noch heute kann man die Smetanas Fichte anschauen.

Dlouha Ves (Langes Dorf): Schloß aus dem 17. Jh., barocker Speicher aus 1718, typische Straßenhäuser aus der ersten Hälfte des 19. Jhs.

Hartmanice: Hartmanice ist ein Bergstädtchen am Hang des Berges Hamizna, in der Höhe 712 m ü. NN gelegen. Es befindet sich 10 km südwestlich von Susice (Schüttenhofen) im Svatobor-Bergland. Die ursprüngliche Gemeinde entstand auf dem Handelswege aus Bayern nach Böhmen im Ort, wo Zoll eingenommen worden war. Seit dem 14. Jahrhundert wurde hier Gold gewonnen. Hartmanice zähl 1200 Einwohner und bietet ganzjährig seinen Besuchern ideale Bedingungen für Urlaub.

Hradek: Renessainceschloß aus 16. Jh. mit Barockgiebeln, zu dem 1731 ein Barockflügel angebaut wurde. Speicherhäuser aus Anfang des 19. Jhs., Barockmühle.

Javornik: Berg (1089 m ü. NN) mit Aussichtsturm aus 1938. Unter dem Gipfel befindet sich ein Stollen, in der Quarz für Bockbastels Hütte und Hütte in Brunst gewonnen wurde.

Kasperk (Karlsberg): Gotische Burg, die 1356 vom Kaiser Karl IV. zum Schutz des Handelsweges, bei dem man Gold gewann, erbaut wurde. Heute Burgruine.

Klastersky Mlyn (Klostermühle): Ehemalige Glashütte bei Rejstejn, Sie wurde 1836 von Jan Eisner errichtet und 1842 begann man Tafelglas zu erzeugen, 1947 abgelöscht.

Kralovsky hvozd (Künisches Gebirge): im Böhmerwald Unter diesem Namen wird schon seit dem Jahre 1273, wann dieses Gebiet Przemysl Ottokar II. zu Böhmen angeschlossen hat, der Grenzkamm zwischen Bayern und Böhmen gezeichnet, der die natürliche, mit Urwald bewaldete Grenze darstellte. Seit dieser Zeit pflegte der König das Kunische Gebirge verschiedenen Pfandhalter zu erteilen. Die Dominante des Kunischen Gebirge stellen Berge Seewand (1343 m), Zwercheck (1334 m), Kokrhac (1230 m), und Osser (1292 m) dar.

Jezero Laka (Laka See): Gletschersee.

Prasilske jezero (Stubenbacher See): Gletschersee

Prasily (Stubenbach): ursprünglich Glashüttengemeinde, Papierfabrik (1933 brannte aus), zwischen den Weltkriegen bedeutendstes Erholungszentrum Böhmerwalds (verglichen mit Spindelmühle in Riesengebirge), in den Jahren 1945 - 1991 fast ganz von der tschechoslowakischen Armee vernichtet.

Rabi: Die Burg ragt beim Blick vom Fluß Otava am Gipfel eines felsernen Kamm aus Kristalkalkstein empor, während vom Marktplatz aus ist sie fast nicht zu sehen. Die Burg gehörte zu den mächtigsten und am besten befestigten Burgen in Böhmen.

Rejstejn (Reichenstein): Seit 13. Jh. Gemeinde für Goldwäsche, später mit Goldminen. Seit 1584 Königliche Bergwerkstadt. Die Glaserzeugung im 17. Jh. rettete die Stadt vor dem Niedergang, der durch Aufhebung der Goldförderung verursacht wurde.

Srni (Rehberg): Holzhauergemeinde aus dem 18. Jh., Kirche der Allerheiligen Dreifaltigkeit aus 1804, teilweise mit Schindeln bedeckt. Heute ist Srni ein Kurort mit erhaltenen Häusern aus Anfang des 19. Jhs. (Klostermanns Haus).

Susice (Schüttenhofen): Stadt am Fluß Otava, um 790 bei Goldwäsche gegründet. Seit 1273 gehört Susice zu Böhmen. Im 19. Jh. wurde von Vojtech Scheinost die Streichhölzererzeugung (die älteste in Böhmen) eingeführt.

Svatobor: Berg (845 m ü. NN) oberhalb Susice mit Fernseher- und Aussichtsturm.

Velhartice: got. Burg am Anfang des 14. Jh. gegründet, Palast ist mit dem Prismaturm durch eine riesige Brücke verbunden. Die Burgruine ist teilweise zugänglich. Die Stadt wurde von Goldwäscher gegründet, Maria Himmelfahrt Kirche - romanischer Bau aus 1240.

Vchynice-Tetov-Schwemmkanal: Künstlicher Kanal zum Holzschwemmen - 14,4 km lang, Höhenunterschied 190 m, 1799 - 1801 von Ing. Josef Rosenauer erbaut.


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